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WF-Listen  Umfangreichere Hinweise haben gegeben...  Impressum   

Seit 1846 gibt es in Deutschland Feuerwehren in Industriebetrieben. Anfangs meist als Fabrikfeuerwehr bezeichnet haben sich diese über die letzten Jahrhunderte zu verlässlichen und unverzichtbaren Organisationen innerhalb der Firmen oder Institutionen, die diese betreiben, entwickelt. Als erste Werkfeuerwehr gilt die der Friedrich Krupp AG in Essen, die 1846 als nebenberufliche Einheit ihren Dienst aufnahm und bereits 20 Jahre später zu einer Werkberufsfeuerwehr wurde. Unzählige andere sollten dieser folgen. Heute gehören die Werk- und Betriebsfeuerwehren in Deutschland mit zu den am besten ausgerüsteten nicht-öffentlichen Feuerwehren weltweit.

Der Erforschung der Historie dieser Wehren ist diese Webseite gewidmet. Ein erstes Ziel wird es sein alle jemals in Deutschland tätig gewesenen nicht-öffentlichen Feuerwehren zu erfassen und möglichst auch den Zeitpunkt ihres Bestehens (Gründung/Auflösung) nachzuvollziehen. Außerdem sollen im zweiten Schritt auch die Fahrzeuge der Wehren möglich lückenlos erfasst werden.

Aufgrund der vielfältigen Namensgebungen innerhalb der letzten  zwei Jahrhunderte (Fabrikfeuerwehr, Werkfeuerwehr, Betriebsfeuerwehr, Bahnfeuerwehr, etc.) habe ich mich entschieden hier allgemein von einer Werkfeuerwehr (WF) zu reden, unabhängig von deren tatsächlichem aktuellem Status. Es ist mir durchaus bewusst das es rechtliche und organisatorische Unterschiede zwischen einer WF und einer BtF gibt, allerdings wurden die Rechtsgrundlagen in den vergangenen zwei Jahrhunderten so oft geändert das es kaum noch nachvollziehbar ist wann eine Feuerwehr den jeweiligen Status erreicht hatte. Davon abgesehen ist es heute sehr schwierig überhaupt noch brauchbare Informationen zu länger aufgelösten WF zu finden.

Desweiteren ist geplant diese Webseite noch weiter zu entwickeln. Was es hier aber nicht geben wird sind Fahrzeugfotos. Dies könnte aber später in anderer Form erfolgen. Solange möchte ich auf die in den Listen aufgeführten Publikationen verweisen, allen voran natürlich das Buch "Fahrzeuge deutscher Werk- und Betriebsfeuerwehren". Die Spalte Publikationen dient dabei nicht nur als Quellenangabe, sondern auch als Nachschlagewerk und wird ebenfalls noch ergänzt werden.

Die Recherche zu diesen Projekt beschäftigt mich seit vielen Jahren und wurde ab 2019 intensiviert. Dazu möchte ich auch alle Feuerwehrhistoriker und Interessierte einladen an dieser Aufstellung mitzuarbeiten, ihre Erkenntnisse zu teilen, und nicht nur Informationen hier heraus zu ziehen: werkfeuerwehrhistorie(at)t-online.de

Hinweise zu den WF-Listen:

Aufgrund der teils recht langen Listen sind diese sowohl nach Namen als auch nach Städten sortiert verfügbar. Ausnahme sind die Stadtstaaten, hier macht dies keinen Sinn. In der ersten Spalte der Listen wird der aktuelle bzw. letzte Name der Firma mit WF aufgeführt. Namensänderungen nach einer Auflösung der WF werden hier nicht mehr erfasst. Spalte 2 erfasst die ehemaligen Namen der Firma, Spalte 3 die Stadt. In Spalte 4 ist, soweit nachvollziehbar, das Gründungsjahr angegeben. Dabei beziehe ich mich auf die erste Nennung der jeweiligen Wehr, unabhängig von etwaigen Anerkennungsbescheiden oder sonstigen behördlichen Genehmigungen. Spalte 5 gibt das Auflösungsjahr an, sofern die Wehr nicht mehr existiert und dieses bekannt ist. Weitere Hinweise sind in Spalte 6 zu finden und eine Liste der Publikationen über die jeweilige Wehr in Spalte 7.  Die Auflistung der Publikationen erfolgte in Reihenfolge der Sichtung und stellt keine Wertung dar.

Den Steinkohlezechen wurden Aufgrund Ihrer Vielzahl und den vielfältigen Namensänderungen der Zusatz "Zeche" vorangestellt um diese in der Namenssortierten Liste etwas übersichtlicher darzustellen. Im Bereich der Steinkohlezechen ist allerdings noch einiges an Recherchearbeit zu tätigen. Ebenfalls hier aufgenommen wurde die Hauptstelle für das Grubenrettungswesen, jedoch nicht die vielen Gruben- und Gasschutzwehren die auf den Zechen und Kokereien tätig waren. Die Selbstschutz-, bzw. späteren Katastrophenschutzeinrichtungen bei Post und Telekom waren im rechtlichen Sinne eigentlich keine Feuerwehren, gehören aufgrund der Feuerwehrähnlichen Tätigkeiten meiner Meinung nach aber auch in diese Liste.

Ebenfalls weiterer gründlicherer Recherche Bedarf es in den östlichen Bundesländern, da zu DDR-Zeiten jeder Betrieb ab einer definierten Größe eine Betriebsfeuerwehr besaß.

Die Flughäfen und Flugplätze (aktuell korrekte Bezeichnung Verkehrslandeplatz) sind in einer separaten Liste aufgeführt. Dies geschah aus dem einfachen Grund, da diese eine sehr spezielle Art der Werkfeuerwehren darstellen. Bei den kleineren Verkehrslandeplätzen kann man in vielen Fällen auch nicht von einer Feuerwehr sprechen, da diese oft nur über kleineres Material zur Gefahrenabwehr und einige wenige ausgebildete Mitarbeiter verfügen. (Grundsatz: eine Feuerwehr besteht aus Mannschaft und Material. (Fahrzeuge)) Ganz im Gegensatz dazu stehen natürlich die mittleren und großen Flughäfen, die in der Regel über eine anerkannte Werkfeuerwehr haben.

Onlinepublikationen wurden hier nur aufgenommen, sofern diese downloadbar sind oder vom jeweiligen Verfasser versandt werden. Links werden hier nicht aufgenommen, da diese oftmals schnell überholt sind und ein nachhalten dieser aufgrund der Dimension dieses Projekts schlicht unmöglich ist.

Es ist geplant die einzelnen Bundesländer nach und nach einzustellen und je nach Bedarf einem Update zu unterziehen. Letzteres allerdings nicht bei jeder kleinen Änderung!

Die Angaben wurden in Jahrelanger Recherche zusammengetragen und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Sollte jemand Fehler finden oder Ergänzungen haben, bitte ich mir diese (möglichst mit Quellenangabe) mitzuteilen: werkfeuerwehrhistorie(at)t-online.de

©werkfeuerwehrhistorie.de/Dirk Wieczorek